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Inklusionsschaukeln für Salzgitter: Gemeinsam mehr Teilhabe ermöglichen

Verein „Wir helfen Kindern“ und zahlreiche Unterstützer finanzieren zwei neue Spielgeräte – SRB übernimmt die Umsetzung

Mehr Teilhabe und gemeinsames Spielen für Kinder mit und ohne Einschränkungen: In Salzgitter sind zwei neue Inklusionsschaukeln entstanden. Eine der Anlagen wurde jetzt auf dem Piratenspielplatz symbolisch übergeben. Eine zweite, baugleiche Schaukel befindet sich auf dem Spielplatz am Katzenwiesenring in Salzgitter-Bad. Zusammen haben die beiden Spielgeräte einen Wert von rund 14.000 bis 15.000 Euro.

An der Finanzierung beteiligten sich unter anderem die Braunschweigische Sparkassenstiftung, die Volksbank BRAWO, die WEVG Salzgitter, der meineSZitty-Club Salzgitter, Hannelore Knäbke sowie die Leiferder Löwen Lounge.

„Wenn man unseren Verein kennt, dann weiß jeder, dass wir öfter mal eine gute Idee haben“, sagte Machura zur Entstehung des Projekts. Sein besonderer Dank gilt neben den Spendern dem städtischen Regiebetrieb, der die Anlagen aufbaute und den Fallschutz sowie die Zuwegung errichtete.

Auch die Braunschweigische Sparkassenstiftung beteiligte sich an dem Projekt. Geschäftsführerin Christine Schultz betonte, dass es zum Selbstverständnis der Stiftung gehöre, die Region lebens- und liebenswert zu gestalten. Dies geschehe mit vielen unterschiedlichen Projekten. „Sehr gerne unterstützen wir immer wieder die tollen Ideen von ‚Wir helfen Kindern‘“, sagte Schultz. Die Stiftung sei froh, einen Teil zur Finanzierung der Inklusionsschaukel beigetragen zu haben.

Unterstützung kam ebenfalls von der WEVG. Matthias Giffhorn, Bereichsleiter für Kommunikation, erklärte, dass sich das Unternehmen als örtlicher Energie- und Wasserdienstleister nicht nur um die Versorgung Salzgitters kümmere, sondern sich auch in den Bereichen Soziales, Kultur und Sport engagiere. Bei der Idee der inklusiven Schaukeln sei die WEVG deshalb gerne dabei gewesen. Das Angebot ermögliche es Kindern und Jugendlichen mit Einschränkungen, sich draußen zu bewegen und aktiv am Leben auf den Spielplätzen teilzunehmen. Giffhorn bezeichnete das Projekt als „eine tolle Geschichte“.

Auch Christian Arweiler, der bei der Übergabe den Verein meineSZitty-Club Salzgitter e. V., den Förderverein der TAG Wohnen und Service, vertrat, hob die Bedeutung der Inklusion hervor.

Für die praktische Umsetzung war der SRB zuständig. Betriebsleiter Dietrich Leptien erläuterte, dass der SRB unter anderem den Fallschutz und die Zuwegung eingebaut und die erforderliche Beschilderung aufgestellt habe. Bei der Auswahl des Schaukelmodells musste darauf geachtet werden, dass sämtliche Anforderungen und die notwendige TÜV-Zertifizierung erfüllt werden. Zudem werden die Anlagen regelmäßig im Rahmen der Spielplatzkontrolle geprüft.

Die Errichtung war aufwendiger, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Nach Angaben Leptiens benötigte der SRB für die Arbeiten an beiden Schaukeln etwa 14 Tage. Insbesondere der Fallschutz erforderte umfangreiche Vorbereitungen. Der Untergrund musste ausgekoffert, entsprechend aufgebaut und anschließend mit Fallschutzplatten versehen werden.

Hinzu kam eine vorgeschriebene Wartezeit: Die Fundamente der Spielgeräte mussten vier Wochen aushärten, bevor die Schaukeln in Betrieb genommen werden durften. Aus diesem Grund blieben die Anlagen zunächst längere Zeit durch Bauzäune abgesperrt.

Mit den beiden baugleichen Anlagen auf dem Piratenspielplatz und am Katzenwiesenring ist in Salzgitter nun ein zusätzliches Spielangebot entstanden, das ausdrücklich auch Kindern und Jugendlichen mit Einschränkungen offensteht.

Das Gemeinschaftsprojekt zeigt, was durch das Zusammenspiel von ehrenamtlichem Engagement, regionalen Förderern, Unternehmen und kommunaler Unterstützung möglich wird: zwei Orte, an denen gemeinsames Spielen und gelebte Inklusion ganz selbstverständlich zusammengehören.