Juni 2010: Eröffnung der Ladesäulen

Ökostrombetriebene Elektrotankstellen in Salzgitter-Calbecht eröffnet:
Die WEVG Salzgitter GmbH eröffnete die ersten beiden mit Ökostrom betriebenen Elektrotankstellen in Salzgitter-Calbecht auf dem Gelände der Ostfalia Hochschule. 

Dass in Salzgitter im Rahmen des Pilotprojektes jetzt Strom getankt werden kann, ist dem gemeinschaftlichen Projekt der Ostfalia Hochschule, Lautlos durch Deutschland GmbH, E.ON Avacon Vertrieb PartnerPlus und insbesondere dem Vorantreiben des örtlichen Energiedienstleisters, der WEVG Salzgitter GmbH, gedankt. 

Die Stromtankstellen sind auf dem Parkplatz vor dem Hauptgebäude der Fachhochschule in Salzgitter-Calbecht installiert und werden ab sofort für das Pilotprojekt Elektromobilität genutzt. 

Getankt wird hier Ökostrom, genauer gesagt - Salzgitter l NaturWatt-Strom von der WEVG – der zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Das bedeutet, dass bei der Stromerzeugung weder CO2 noch radioaktiver Abfall anfallen. Werden Elektrofahrzeuge mit Naturstrom geladen, wie es jetzt auf dem Hochschulgelände der Fall ist, ist klimatisch gesehen, nur der Tritt in die Fahrradpedale ökologischer. 

Für die Nutzung stellt die Initiative „Lautlos durch Deutschland“ einen Elektro-PKW und einen Elektroroller zur Verfügung. Beide Stromfahrzeuge können im Rahmen eines speziellen Car-Sharing-Programms von ca. 2.000 Studierenden, Mitarbeitern der Ostfalia und Projektpartnern genutzt werden. Hierbei geht es in erster Linie um Praxiserfahrungen und Akzeptanz für Elektromobilität sowie darum, ein mögliches Mietmodell zu erforschen. Während bei den Studierenden die private Nutzung im Vordergrund steht, kommt bei den Mitarbeitern zusätzlich die dienstliche Nutzung für Fahrten zwischen den verschiedenen Hochschulstandorten in Frage. Aufgrund der zum Teil ländlich geprägten Region ergeben sich hieraus besondere Anforderungen an die Reichweite der Fahrzeuge. 

Im Rahmen des Projektes soll das Mobilitätsverhalten der Nutzer, der Einsatz der Fahrzeuge unter Alltagsbedingungen und die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen untersucht werden. Zurzeit fahren erst rund 2.000 Elektroautos auf Deutschlands Straßen. Doch die Stromer sollen das Transportmittel der Zukunft werden. 

Die Bundesregierung will Deutschland international zum Leitmarkt für Elektromobilität machen. Bereits 2020 sollen rund eine Million Elektro- und Hybridfahrzeuge auf den Straßen fahren, denn der Elektromobilität wird eine entscheidende Rolle im Klima- und Umweltschutz zugestanden. Elektrofahrzeuge haben einen deutlich geringeren Ausstoß an CO2 und wenn sie mit Ökostrom betrieben werden, fallen keinerlei Umweltbelastungen an. 

Hinzu kommen die äußert niedrigen Tankkosten von zwei bis drei Euro pro hundert Kilometer. Die Verbesserungen, an denen die Autoindustrie momentan verstärkt arbeitet, liegen insbesondere in der Batterietechnologie: hier sollen höhere Energiedichten erreicht und die Ladezeit verkürzt werden. Eine Vielzahl von namenhaften Herstellern wird ab 2011 mit serienreifen Modellen auf den Markt kommen. Zum Laden eines Elektrofahrzeuges reicht es in der Regel, wenn das dazugehörige Ladegerät an eine handelsübliche Steckdose angeschlossen wird. 

Einige Modelle verfügen über eine herausnehmbare Batterie, so dass das Laden auch im Wohnzimmer, Büro oder Cafe jederzeit möglich ist. Der Ladevorgang kann hier bis zu 8 Stunden dauern. Wesentlich schneller funktioniert der Ladevorgang über Stromtankstellen, wie die beiden, die gerade von den Projektpartnern installiert worden sind. Elektrofahrzeuge zeichnen sich durch einen leisen, abgasfreien, wartungsarmen und zuverlässigen Antrieb aus. Die Batterien bilden die Energiequelle eines Elektrofahrzeuges. Bei modernen Lithium Ionen Batterien rechnet man heute mit einer Lebensdauer von 1.000 - 2.000 Ladezyklen. Dies entspricht bei einem Fahrzeug mit einer Reichweite von 100 km einer Lebensdauer von 100.000 - 200.000 km. Die Batterien müssen vor einem neuen Ladevorgang nicht vollständig leer sein. Die hier verwendeten Batterien haben keinen Memory-Effekt.