Von A wie Abrechnung bis Z wie Zündsicherung - alles, was Sie wissen müssen über Erdgas, finden Sie in unserem Erdgas-Lexikon.

A bis G H bis S S bis Z
Abrechnung, thermische Heizkörper Schornsteinfeger
Brennwertgeräte Herkunft Schornsteinsanierung
Dämmung Installation Sicherheitskontrolle
Durchlauferhitzer Kachelofen Vollkostenvergleich
Erdgasfahrzeuge Kombiwasserheizer Warmwasser-Bereitung
Fenster Lüften Wartung
Förderprogramm für Erdgasfahrzeuge Marktanteile Zündung, elektronische
Gasgeruch Niedertemperaturkessel Zündsicherung
Gas-Steckdose Schadstoffemissionen

Erdgas ist ein Naturprodukt. Es stammt aus verschiedenen Quellen, daher schwanken Zusammensetzung und Energiegehalt leicht. Damit die Kunden tatsächlich die Energie bezahlen und nicht die Menge, werden die vom Gaszähler erfassten Kubikmeter mit einem Faktor in Kilowattstunden umgerechnet. Dieser Faktor berücksichtigt den mittleren Brennwert sowie Druck und Temperatur des Erdgases an der Messstelle. Der Umrechnungsfaktor ist auf der Abrechnung angegeben.

Brennwertgeräte heizen und sorgen für warmes Wasser. Das tun sie extrem sparsam und schadstoffarm. Denn: Diese Geräte nutzen über den Heizwert im Erdgas hinaus auch die Wärme im Abgas, die sonst ungenutzt durch den Kamin entweichen würde. Bezogen auf den Heizwert der eingesetzten Energie erzeugt ein Brennwertkessel bis zu 105 Prozent nutzbare Wärme. Der Einsatz der Brennwerttechnik ist die kostengünstigste Lösung, den Energieverbrauch beim Heizen zu senken - in Wohnungen, Ein- und Mehrfamilien- sowie Niedrigenergiehäusern.

Eine mindestens 12 Zentimeter dicke Dämmschicht unter den Dachziegeln sichert die Behaglichkeit und senkt die Heizkosten. Zum Dach hin schützt man das Dämmmaterial durch Spannbahnen vor Feuchtigkeit. Auf die Innenseite gehört eine Dampfsperre. Ein Zwischenraum zur Innenverkleidung lässt Nässe verdunsten. Die Verbraucherzentrale stuft Korkschrot- und Leichtbauplatten aus Holzwolle als empfehlenswert ein. Im Kommen: Altpapierflocken, Zellulosefasern, Kork und Kokos, Schafwolle und Schilfrohrmatten.

Sie gelten laut Stiftung Warentest als die sparsamsten Warmwasserbereiter. Anders als bei Speichergeräten gibt es keinen Vorrat an warmem Wasser, der mit der Zeit abkühlt. Die Geräte brauchen kaum Platz, aber Luftzufuhr und einen Schornsteinanschluss. Versorgen sie nur einen Raum, zum Beispiel das Bad, sind sie aufgrund des hohen Wirkungsgrades und der niedrigen Stillstandsverluste die wirtschaftlichste Lösung. Stellen sie warmes Wasser für Küche und Bad her, kann es gelegentlich zu Engpässen kommen: Läuft in beiden Räumen warmes Wasser, sinken Druck und Menge.

Erdgas bietet für den Betrieb von PKW, LKW, Omnibussen und anderen Nutzfahrzeugen gegenüber Benzin und Diesel deutliche Umweltvorteile. So entstehen entscheidend weniger Kohlenmonoxide, fast keine Schwefeldioxid-Emissionen sowie kaum Ausstoß von Ruß und anderen Partikeln. Ebenso werden deutlich weniger ozonbildende Stoffe wie Stickoxide und höhere Kohlenwasserstoffe ausgestoßen. Die bodennahe Ozonbildung wird im Vergleich zu Benzin und Diesel um über 80 Prozent gesenkt. Mehr...

Schon eine Doppel- oder Mehrfachverglasung verdoppelt den Wärmeschutz im Vergleich zur Einfachverglasung. Wärmefunktionsglas hält die Wärme noch einmal doppelt so gut im Raum. Wer noch intakte, gut schließende Doppelfenster mit einem Abstand von mehr als sieben Zentimetern zwischen den Scheiben hat, ist mindestens so gut dran wie mit Isolierglas. Befinden sich raumluftabhängige Heizgeräte im Zimmer, prüft ein Fachmann, ob die Geräte nach dem Einbau der neuen Fenster noch genügend Luft bekommen. Tipp: Am besten schon vor dem Einbau mit einem Installateur, Heizungsbauer oder Schornsteinfeger sprechen!

Erdgas ist von Natur aus geruchsneutral. Deshalb wird ihm ein penetranter Duftstoff beigemischt, der dafür sorgt, dass selbst Laien den Geruch bei ganz geringer Konzentration wahrnehmen. So werden Gaslecks schnell bemerkt.

Was tun bei Gasgeruch?

1. Keine Panik!
Erdgas riecht dank des beigemischten Duftstoffs so intensiv, dass selbst kleinste Gasmengen wahrgenommen werden. Schlägt Ihre Nase also Alarm, ist das noch kein Grund zur Panik. Bleiben Sie ruhig und beachten Sie die folgenden Punkte:

2. Keine Flammen, keine Funken!
Riecht es nach Gas, ist offenes Feuer tabu. Also Zigaretten aus, kein Feuerzeug und keine Streichhölzer benutzen! Auch an elektrischen Geräten können Funken entstehen. Deshalb: Licht- und Geräteschalter nicht mehr betätigen, keine Stecker aus der Steckdose ziehen. Und kein Telefon oder Handy im Haus benutzen!

3. Fenster auf!
Frische Luft senkt die Gaskonzentration im Raum. Wenn möglich, Türen und Fenster weit öffnen, für Durchzug sorgen. Wichtig: Auf keinen Fall die Dunstabzugshaube oder einen Ventilator einschalten - Funkenbildung!

4. Gashahn zu!
Schließen Sie die Absperreinrichtungen der Gasleitungen.

5. Mitbewohner warnen!
Warnen Sie Ihre Mitbewohner (Wichtig: klopfen, nicht klingenl!) und verlassen Sie so schnell wie möglich das Haus.

6. Bereitschaftsdienst anrufen - von außerhalb des Hauses!
Der Bereitschaftsdienst Ihres Netzbetreibers ist rund um die Uhr für Sie erreichbar und schnell zur Stelle. Dieser Sicherheits-Service kostet Sie keinen Pfennig - auch wenn es es "falscher Alarm" sein sollte. Wichtig: Beim Telefon können Funken entstehen. Also nur von außerhalb anrufen!

Moderne Gasherde brauchen zwei Anschlüsse, einen elektrischen für Zündung, Zeituhr und Beleuchtung sowie eine Gas-Steckdose, die jeder eingetragene Installateur montiert. Die Liste der zugelassenen Fachbetriebe erhalten Sie auch in den Beratungscentren der WEVG. Ein flexibler Sicherheitsschlauch verbindet Herd und Steckdose.

Fachleute empfehlen meist Plattenheizkörper. Sie enthalten weniger Wasser, brauchen weniger Platz und wirbeln nicht so viel Staub auf wie Gliederheizkörper. Um einen möglichst hohen Anteil an angenehmer Strahlungswärme zu erhalten, lautet das Motto: besser hoch und breit als niedrig und tief. Konvektoren verstecken sich hinter einer Verkleidung unterm Fenster oder im Boden. Sie blasen warme Luft und damit leider relativ viel Staub in den Raum. Fußbodenheizungen bestehen aus Wasserleitungen, die im Fußboden verlegt sind. Für die angenehm warmen Füße muss man einen höheren Staubauftrieb in Kauf nehmen. Auf plötzliche Schwankungen der Außentemperatur reagieren Fußbodenheizungen mit Verzögerung.

Die Erdgasmengen, die in den letzten Jahrmillionen entstanden sind und von der Natur gelagert wurden, sind riesig. Die heute bekannten, sicher gewinnbaren Erdgasreserven auf der ganzen Welt haben im Verhältnis zur heutigen Jahresförderung eine Reichweite von rund 170 Jahren, wobei zusätzlich gewinnbare Ressourcen eingerechnet sind. Damit die Versorgung mit Erdgas gesichert ist, hat Deutschland eine ausgewogene Bezugsstruktur aus überwiegend westeuropäischen Quellen. Bezogen wird Erdgas aus den Niederlanden, Rußland, Norwegen und Dänemark. Hinzu kommt ein bedeutender Anteil aus deutschen Quellen.


  • Gasanlagen dürfen nur Betriebe installieren, die im Installateurverzeichnis eingetragen sind. Bitte wenden Sie sich an unser Service-Zentrum.
  • Erdgasanlagen sind anmeldepflichtig. Das gilt für die Durchführung der Arbeiten wie für die Inbetriebnahme. Der Installateur reicht den vom Kunden unterschriebenen Antrag vor Arbeitsbeginn beim Gasversorger ein.
  • Der Bezirksschornsteinfeger beurteilt vor Beginn der Installation, ob der Schornstein saniert werden muss.
  • Wenn der Installateur meldet, dass die Anlage fertig ist, bescheinigt der Schornsteinfeger, dass der Heizkessel sicher betrieben werden kann. Anschließend prüft der Installateur die Funktionsfähigkeit und übergibt die Anlage. Der Schornsteinfeger führt die im Rahmen des Emissionschutzes vorgeschriebene Abgasprüfung durch.

Die Kacheln werden von innen aufgeheizt und strahlen Wärme ab. Das verursacht kaum Zugluft oder Staubwirbel. Nur ein geringer Teil der Wärme wird an vorbeistreichende Luft abgegeben. Durch die Strahlungwärme fühlt man sich schon bei 18 bis 20 Grad im Raum wohlig warm. Ohne die Behaglichkeit einzuschränken, spart der Kachelofen also Energie. Bei der Umrüstung gilt es zu beachten, dass der Kachelofen nicht zu einer Warmluftheizung umfunktioniert wird. Bei solchen Systemen erwärmt ein Brenner vorbeiströmende Luft, die sich im Raum verbreitet. Das nennt man Konvektion. Dabei geht der Anteil der Strahlungswärme gegen null, da sich die Kacheln nicht ausreichend erwärmen. Wohlbehagen stellt sich so nur ein, wenn die Raumtemperatur um zwei bis drei Grad angehoben wird.

Sie sind auch bekannt als Etagenheizung oder Therme, heizen und bereiten warmes Wasser. Geeignet für Wohnungen bis 120 Quadratmeter. Sie sind klein und lassen sich daher in Küche, Bad oder Flur unterbringen, ohne störend aufzufallen. Die atmosphärischen Brenner arbeiten sehr leise und können direkt an den Schornstein angeschlossen werden. Die Kombigeräte funktionieren nach dem Durchlaufprinzip, haben also keinen Warmwasserspeicher.

Gute Fenster halten nicht nur die Wärme, sondern auch die Feuchtigkeit im Raum. Daher heißt es: Lüften nicht vergessen. So geht's: Heizkörperventile schließen, Fenster weit öffnen, frische Luft einströmen lassen, Fenster nach einigen Minuten wieder schließen.

In Deutschland liegt der Anteil von Erdgas am Gesamtverbrauch der Primärenergie bei rund 18,3 Prozent. Öl liegt bei etwa 40 Prozent, Steinkohle bei ca. 15 Prozent. Im Bereich der Wohnungsbeheizungen ist Erdgas mit über 35 Prozent allerdings die Nummer 1 in Deutschland. Immer mehr Haus- und Wohnungsbesitzer haben sich in den letzten Jahren für das schadstoffarme Erdgas als Primärenergie entschieden.

Niedertemperaturkessel für Heizung und Warmwasserbereitung im Speicher sind mit einem atmosphärischen Brenner ausgestattet. Sie arbeiten ohne Gebläse und deshalb geräuscharm. Die Geräte eignen sich für Ein- und Mehrfamilienhäuser ebenso wie für Wohnungen.

Je niedriger die Verbrennungstemperatur des Erdgases, desto geringer die Emissionen von Stickoxid und Kohlenmonoxid. Moderne Geräte erreichen auf der Brennerfläche weniger als 800 Grad - früher waren 1600 Grad üblich.

Wo Erdgas einzieht, ändert sich das Berufsbild des Schornsteinfegers; seine Hauptaufgabe verlagert sich auf die Messtechnik: die Messung der Abgasverluste und der Kohlenmonoxid-Werte. Bei der Verbrennung von Erdgas fallen praktisch weder Staub und Ruß, noch Schwefel und seine Verbindungen an. Erdgas setzt nur wenig Stickoxid und im Vergleich zu Öl und Kohle den geringsten CO2-Anteil frei. Laut Umweltbundesamt ist Erdgas der emissionsärmste fossile Brennstoff.
Schornsteinfegerverzeichnis der WEVG.

Manchmal bietet sich eine kleine Lösung an: zum Beispiel eine Dachheizzentrale - diese Funktion kann zum Beispiel ein kompaktes Brennwertgerät übernehmen - mit separatem Abgasrohr. Dann kann man auf die Schornsteinsanierung verzichten. Bei einer Modernisierung bietet es sich dagegen an, die Heizungsanlage im Keller installieren zu lassen, weil dort schon alle Anschlüsse vorhanden sind. Dabei kommt es darauf an, den richtigen Schornstein-Querschnitt herzustellen. Da die Abgastemperaturen bei Niedertemperatur- und Brennwertgeräten sehr niedrig sind, sinkt der Auftrieb der Abgase. Ist der Schornstein-Querschnitt zu groß, können die Abgase im Schornstein kondensieren, die Feuchtigkeit dringt ins Mauerwerk ein. Der Querschnitt wird an die Brennerkapazität angepasst, indem man ein Rohr aus Glas, Edelstahl, Aluminium oder Kunststoff einsetzen lässt.

Je nachdem, wie hoch der Gasdruck in den Rohrleitungen ist, wird das gesamte Gasnetz alle ein bis zwei Jahre systematisch mit elektronischen Geräten überprüft. Weil der Hauptbestandteil des Gases, das Methan, weniger wiegt als Luft, steigt es nach oben und verrät den Abschnitt, indem Gas austritt. Die Messsonden sprechen schon auf die geringsten Gasmengen an - selbst wenn das Mischungsverhältnis zur Luft eins zu einer Million ist. Bei geschlossenen Asphaltschichten bohren die Spürtrupps in regelmäßigen Abständen kleine Löcher, durch die das Methan gegebenenfalls aufsteigen und so entdeckt werden kann.

Ein Vollkostenvergleich enthält den Energieverbrauch des Warmwassersystems unter Berücksichtigung des Wirkungsgrades, die durchschnittlichen Brennstoffkosten einschließlich der Zinsen für eventuelle Lagerung, Kapitalkosten der Anlage (Abschreibung, Verzinsung, Instandhaltung), betriebsgebundene Kosten (Wartung, Schornsteinfeger, Heizkostenabrechnung, gegebenenfalls Kosten für Reinigung des Öltanks) und sonstige Kosten wie Versicherung.

Für größere Ein- und Mehrfamilienhäuser bieten sich in der Regel Brenner mit Warmwasserspeicher an. Sie halten warmes Wasser in der gewünschten Menge bereit und versorgen mehrere Zapfstellen gleichzeitig ohne Temperatur- oder Druckverlust mit warmem Wasser. Durchlauferhitzer bereiten nur soviel warmes Wasser, wie man gerade benötigt. Die Leistung der Geräte und die Wassertemperatur begrenzen die maximal durchlaufende Wassermenge.

  • Reinigung von Brenner, Verbrennungskammer und Abgasrohr
  • Überprüfung der wasser- und gasführenden Teile der Heizungsanlage, der Geräteanschlussleistung, der Zündflamme, Zündsicherung, Regeleinrichtung und der eingestellten Gasmenge
  • Messung der Feuerungsanlage nach der Verordnung zur Durchführung der Bundes-Immissionsschutz-Verordnung
  • Kontrolle der Sicherheitseinrichtungen
  • Messprotokoll und abschließende Überprüfung von Dichtigkeit und Gerätefunktionen

Die elektronische Zündung am Gasherd ersetzt das Streichholz. Und die thermoelektrische Zündsicherung sorgt dafür, dass kein Gas unverbrannt ausströmt.

Die Zündsicherung verhindert, dass unverbranntes Gas ausströmt. Bei defekter Sicherung lässt sich das Gerät nicht in Betrieb nehmen. Heizkessel und Warmwasserbereiter sind mit einer Abgas-Überwachungseinrichtung ausgestattet. Sollte Gas austreten, schaltet das Gerät automatisch ab. Erdgas & Sicherheit. Erdgas-Fakten.