Dass die Salzgitteraner im Jahr 2012 vor der Wahl standen, welches Trinkwasser künftig aus ihren Hähnen fließen soll, hat einen Grund. Der Vorlieferant des Wasserversorgers WEVG – die Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) - hat sich entschlossen, den Betrieb des Wassertransportnetzes, das die Brunnen der SZFG mit dem WEVG-Ortsnetz verbindet, aufzugeben und hat dieses Geschäftsfeld der WEVG angeboten.

Ob hier in die ganzheitliche Sanierung investiert oder im Zuge einer Wassersortenumstellung zusätzliche neue Transportleitungen zu den Harzwasserwerken, dem Lieferanten für weiches Wasser, benötigt werden – hat das Ergebnis der Haushaltsumfrage in Salzgitter hervorgebracht.

Die Planungen des neuen Wassertransportnetzes, das die WEVG bauen und später betreiben wird, haben ergeben, dass einige Leitungen des bestehenden Transportnetzes der SZFG aufgrund ihrer Lage durchaus für das neue Netz genutzt werden können. In diese Leitungen werden mittels Reliningverfahren neue Rohre eingezogen.

Die weiter benötigten Transportleitungen zum Netz der Harzwasserwerke werden neu gebaut. Einzig an zwei kleineren Einspeisepunkten im Norden und Süden Salzgitters wird ab 2016 das Harzwasser durch ein Stück Transportnetz des Wasserverbandes Peine durchgeleitet. Das spart den Neubau von etwa 10 Kilometer Rohrleitung.

Für die Neubautrassen war im Oktober 2015 Baubeginn. Zum Ende des Jahres 2016 wird ein Großteil der Arbeiten abgeschlossen sein. Die Umstellung auf die Versorgung mit Trinkwasser im Härtebereich „weich“ in Salzgitter ist erfolgt.