Mit der Erschließung der Eisenerzfelder im Süden des Salzgittergebietes und dem Bau der Hütte (heute wieder Salzgitter AG) im Norden im Jahre 1937 vollzog sich eine wirtschaftliche Entwicklung, die zur Stadtwerdung Salzgitters und auch zur Gründung der Wasser- und Energieversorgungsgesellschaft mbH führte. Nachdem die erste Baustufe der Reichswerke in Salzgitter-Watenstedt abgeschlossen war, wurde am 17. Februar 1940 die WEVG, die bis dahin eine Betriebsabteilung dieser Werke war, in Berlin, dem Sitz der Hauptverwaltung der Reichswerke gegründet.

Das Gesellschafterkapital wurde auf 1 Mio Reichsmark festgesetzt. Davon übernahmen die Reichswerke Gesellschaftsanteile in Höhe von 600.000 Reichsmark. Der Rest verteilte sich auf eine Vielzahl von Braunschweigischen Gemeinden und der Stadt Bad Salzgitter, die zusammen später die Stadt Salzgitter bildeten, sowie die Landkreise Wolfenbüttel und Goslar.

Aufgabe der neuen Gesellschaft - mit Sitz in Watenstedt - war die Versorgung der Bevölkerung der künftigen Stadt mit Wasser und Energie. Dies übernahm ab sofort die WEVG, vor allem den Ausbau der Wasser- und Gasversorgungsnetze der einzelnen Gemeinden. Hemmend wirkten sich dabei die kriegsbedingten Erschwernisse aus, wie Mangel an Arbeitskräften und an Material. So hatte das Unternehmen bei seiner Gründung zum Beispiel nur 4 Ingenieure, 16 Handwerker und 9 Kaufleute.

  • 1941:
    Aufnahme der Versorgung der Stadtteile Salzgitter-Lebenstedt und -Gebhardshagen mit Kokereigas
  • 1942:
    1. April 1942: Stadtgründung - zwei Jahre nach der Gründung der WEVG
  • 1945:
    Im April 1945 besetzt die amerikanische Armee die Stadt, die Gasversorgung wird eingestellt - und erst am 1. Juli 1946 durch den Bezug von Ruhrgas behelfsmäßig wieder aufgenommen.
  • 1952:
    Aufnahme der Flüssiggasversorgung (Salzgitter-Gas)
  • 1965:
    Im Mai 1965 bezieht die WEVG das neue Verwaltungsgebäude in Salzgitter-Lebenstedt, Albert-Schweitzer-Straße 7-11
  • 1967:
    Am 27. April 1967 wird die Gasgemeinschaft Salzgitter gegründet
  • 1968:
    Die Wasserversorgung wird von der Stadt Salzgitter offiziell auf die WEVG übertragen. Diese war bis dahin im Rahmenvertrag durch die WEVG erfolgt.
  • 1986:
    Die Stadt Salzgitter ist nicht mehr direkter Gesellschafter, sondern die neu gegründete Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Salzgitter (VVS), die zu 100% der Stadt Salzgitter gehört.
  • 1990:
    50-jähriges Firmenjubiläum am 17. Februar 1990
  • 1995:
    Gründung der ASG, Abwasserentsorgung Salzgitter GmbH
  • 1999:
    Erstmals Konzessionsvertragsabschluss zur Erdgasversorgung außerhalb des Stadtgebietes
  • 2000:
    Verkauf von jeweils 5 % der Gesellschafteranteile an Avacon AG und Thüga AG. Die VVS behält 90% der Gesellschafteranteile.
  • 2002:
    Übernahme des Unternehmensbereiches Wärme von der Preussag Immobilien GmbH
  • 2004:
    Die Thüga AG scheidet als Gesellschafter aus. Die Anteile werden der E.ON Avacon AG übertragen (insgesamt 10%).
  • 2005:
    Übernahme der Fernwärmelieferung aus dem Kraftwerk der Salzgitter Flachstahl GmbH.
  • 2008:
    Die Gesellschafteranteile und der Firmenname verändern sich. Die E.ON Avacon AG hält künftig 50,2 Prozent der WEVG und bringt den Teilbetrieb Strom ins Unternehmen ein. Seit 01. Januar 2008 ist die WEVG Stromlieferant in Salzgitter. Neuer Name der Gesellschaft ist WEVG Salzgitter GmbH.
  • 2010:
    Im Juli 2010 wird die Kapitalgesellschaft WEVG Salzgitter GmbH zur Personengesellschaft WEVG Salzgitter GmbH & Co. KG.
  • 2015:
    75-jähriges Firmenjubiläum am 17. Februar 2015