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05.09.2010 08:42:07
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05.09.2010 08:42:07 Uhr

Strom-Fakten

Strom kommt doch aus der Steckdose - oder etwa nicht? Ein paar Fakten zum Thema Strom, die erklären, was sich vor und hinter der Steckdose tut.

  Kraftwerke
  Stromlieferung
  Erneuerbare Energien 
  Fossile Brennstoffe
  Kernenergie
  Stromquellen
  Ökostrom
  Stromwettbewerb
  Stromkunden
  Strombedarf
  Strom sparen
  Mit einer kWh kann man...

 

Kraftwerke
Strom wird in Kraftwerken erzeugt. Je nachdem, mit welchen Energieträgern Strom hergestellt wird, unterscheidet man Gas-, Öl- und Kohlekraftwerke (fossile Brennstoffe) sowie Wasser-, Solar- und Windkraftwerke (regenerative Energien) und Kernkraftwerke.  

Stromlieferung
Um den Strom von den Kraftwerken zu den einzelnen Verbrauchern zu transportieren, ist ein weit verzweigtes Leitungsnetz auf verschiedenen Spannungsebenen erforderlich. Über ein Umspannwerk wird der Strom auf eine Hochspannungsfreileitung übertragen, um anschließend über ein Mittelspannungsnetz von Ort zu Ort transportiert zu werden. Beispielsweise werden Fabrikanlagen der Industrie über dieses Netz versorgt. Haushalte oder Gewerbebetriebe erhalten ihren Strom über Niederspannungsnetze.

Erneuerbare Energien
Erdwärme, Sonne, Wasser und Wind sind Energieträger, die zur Stromgewinnung nahezu unbegrenzt zur Verfügung stehen. Etwa 3,5 % des Stroms werden mit Hilfe von Wasserkraftwerken erzeugt. Auch Sonnenkraft und Windenergie werden inzwischen mit Hilfe von Subventionen wirtschaftlich genutzt.

Fossile Brennstoffe
Fossile Brennstoffe sind Steinkohle, Braunkohle, Öl und Gas. Sie stehen zur Energiegewinnung nicht unbegrenzt zur Verfügung. Rund ein Viertel des Stroms wird durch die Verbrennung von Steinkohle produziert. Durch die strenge Einhaltung von Umweltschutzmaßnahmen konnte der Anteil von Stickoxid-Emissionen stark reduziert werden.

Kernenergie
2000 wurden 169,7 Milliarden kWh Strom von Kernkraftwerken geliefert. Für die Stromerzeugung wird die Wärme genutzt, die bei der Atomspaltung entsteht. Strom aus Kernkraftwerken ist preisgünstig und wird ohne CO2-Emissionen hergestellt.

Stromquellen
Wichtigste Energieträger für die Stromerzeugung in Deutschland sind Kohle und Uran. Etwa 36% des Stroms wird mit Kernenergie erzeugt. Aus Braunkohle stammen ca. 27% der Stromproduktion, aus Steinkohle etwa 25%. Erdgasbetriebene Kraftwerke erzeugen rund 6% des Stroms, Wasserkraft 4%. Wind und Sonne liefern etwa 1% der Stromerzeugung.

Ökostrom
Seit der Liberalisierung des Strommarktes 1998 kann Strom auch von privaten Betreibern von Wasser-, Wind-, und Biomassekraftwerken oder Photovoltaikanlagen bezogen werden. Wichtigster Energieträger bei der privaten Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist die Windkraft. Kennen Sie schon unsere Ökstrom-Angebote Salzgitter | Naturwatt und Salzgitter | Naturwatt plus?
Stromwettbewerb
Seit dem 29. April 1998 gilt im deutschen Strommarkt das Gesetz des freien Wettbewerbs. Seitdem entwickelt sich die Strombranche von einem lokal oder regional ausgerichteten zu einem international agierenden Wirtschaftszweig. In allen Ländern der Europäischen Union treten neben den bisher etablierten auch private Stromerzeuger in den Wettbewerb. Die Folge davon sind schnelle Preisänderungen auf dem Strommarkt und neue Bedingungen - auch für private Kunden -, Strom zu beziehen. 
Stromkunden
Rund 38 Mio. Haushalte, etwa 4 Mio. Gewerbebetriebe und 300.000 Großkunden aus der Industrie werden von den Unternehmen der Stromwirtschaft mit Strom versorgt. Laut VDEW ist der Stromverbrauch seit 1997 mit einem Verbrauch von 500 Mrd. kWh relativ stabil geblieben.
Strombedarf
Der Strombedarf wird vom Lebensrhythmus der Kunden, von Haushalten, Betrieben und der Industrie bestimmt. Dadurch kommt es zu Spitzenlastzeiten, in denen der Stromverbrauch sprungartig ansteigt. Da man Strom nicht speichern kann, muss immer genau so viel Strom erzeugt werden, wie im Moment gebraucht wird. Das erfordert ein ausgeklügeltes System, wann welches Kraftwerk zum Einsatz kommt und der erzeugte Strom in das Netz einspeist wird. 
Strom sparen
Deutschland geht mit Strom sparsamer um. Seit der Wiedervereinigung 1991 ist der Verbrauch von rund 189 kWh auf etwa 174 kWh pro 1000 DM Bruttoinlandsprodukt gesunken. Neben den Erfolgen beim Energiesparen sind für den Rückgang des Stromverbrauchs auch Konjunkturschwankungen und Witterungsverhältnisse verantwortlich. 

Mit einer kWh Strom kann man

  • 3 Stunden bügeln
  • 5 Stunden fernsehen
  • 12 Sunden Radio hören
  • 25 Stunden eine 40-Watt-Glühbirne brennen lassen
  • 3 Jahre sich täglich mit einem Rasierapparat rasieren

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